FLIEGERSCHULE

aus „Böblingen Garnison und Fliegerstadt (Funk)

Gleichzeitig mit der Gründung der Fa.Leichtflugbau Klemm 1926 wurde, neben der bereits bestehenden Sportfliegerschule, „die Werkfliegerschule Klemm“ als erste internationale Fliegerschule mit schwachmotorigen Leichtflugzeugen eröffnet. Leiter der Werkfliegerschule war der zu großem Ansehen und von der Deutschen Luftfahrt GmbH gekommene Fluglehrer Hermann Weller. Er schulte als ersten seinen Arbeitgeber Dr.Hanns Klemm, sodann den später weithin bekannt gewordenen Ing.Lusser und Werkmeister Fahrbach, sowie die flugbegeisterten Sindelfinger Direktor Seizer und den Arzt Otto Bissinger, die in späteren Jahren ständig auf dem Flugplatz anzutreffen und dort „wie zu Hause“ waren.

Aus ganz Deutschland und dem Ausland, besonders aus Schweden, Dänemark, Belgien, Tschechoslowakei, selbst von Übersee, kamen Flugschüler. Bald waren es 50 bis 60 Schüler aus allen Bevölerungsschichten, die im früheren Unteroffizierskasino untergebracht waren und von Frau Weller versorgt wurden. Bis Mitte 1930 gab es schon weit mehr als 500 Klemmpiloten“, die in aller Welt flogen.

Die Klemm-Fliegerschule, die dank ihrer guten Schulungserfolge – es ereignete sich nicht ein einziger ernstlicher Unfall – schnell weithein bekannt geworden war, bewirkte, daß nun auch von anderen deutschen Fliegerschulen sowie von einzelnen Privatpersonen des in- und Auslandes Aufträge auf Lieferung von Leichtflugzeugen der Firma Klemm einliefen, die sich immer mehr häuften.

Der ständig wachsende Flugbetrieb machte es erforderlich, Fluglehrer Weller zu entlasten und zwei weitere Fluglehrer einzustellen. Bemerkenswert sind auch die Zahlen aus dem Geschäftsbericht der LUWAG von 1928. Demnach hatte die Klemm-Werksschule mit 34.278 An-und Abflügen mehr Bewegungen als die Schule der „Deutschen  Luftfahrt GmbH“ mit 28.054. Für die Schulung wurde bis 1930 fast ausschließich die bewährte Daimler-Klemm L 20 verwendet.

Die „Klemm-Fliegerschule“ mußte 1934 mit ihrem eigenen Schulbetrieb aufhören und ihre Tore schließen. In dem am 25. März 1933 gegründeten Deutsche Luftsportverband wurde  immer straffer und ausschließlicher die gesamte sportliche fliegerische Ausbildung zusammengefaßt. Die reine „Sportfliegerei“ war damit vorbei, alles wurde darauf ausgerichtet, so viele junge Flieger wie möglich für den Dienst in der Luftwaffe vorzubereiten.

Fliegerschule Klemm-Flug (HdG) Fliegerschule Klemm-FlugWerbebroschüre der Fliegerschule „Klemm-Flug“

Fluglehrer- und schüler vor dem Daimler Werk in Sindelfingen

Fliegerschule Klemm-Flug (2) Fliegerschule Klemm-Flug Erich Fliegerschule Klemm-Flug Winter 1929

Verhungern mußte auch keiner:

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