Klemm KL107

…ein ziviles Reise- und Übungsflugzeug

Entworfen wurde das Flugzeug 1940 in konstruktiver Anlehnung an die Klemm KL 105. Die Kl 107 ist ebenfalls ein freitragender Tiefdecker in Ganzholz-Teilschalenbauweise mit starrem Normalfahrwerk und gegenüber der Klemm 105 konstruktiv verstärkt, vergrößert und mit stärkeren Motoren ausgerüstet. Außerdem wurden noch Landeklappen eingebaut. Die Zwei-Mann-Besatzung sitzt nebeneinander in einer geschlossenen Kabine. Als Antrieb dient ein Hirth HM 500-Vierzylinderreihenmotor mit 105 PS. Der Erstflug Mitte 1939, wobei am 5. Juli 1939 Klemms Chefpilot Helmut Kalkstein mit der V1 (D-EXKL) wegen Tragflächenbruch aufgrund eines Materialfehlers abstürzt und dabei ums Leben kommt. Kriegsbedingt wurden von bestellten 20 Maschinen bis 1941 nur sechs Stück gefertigt.

Nachstehend eine Aufstellung aller Klemm KL 107 bis Kriegsende (Vollständigkeit nicht sicher) aus dem Flugzeugforum

  • D-EXKK  V1   WKN 1650 1.Flug Mai 1939 – Absturz 5.7.1939 Tragflächenbruch aufgrund eines Materialfehlers. Chefpilot Helmut Kalkstein
  • D-ERKS V2  WKN 1656 1.Flug 30.6.1940 – letzter Flug 2.7.1940.
  • D-ENQR  V3   WKN 1657  1.Flug 19.10.1940  Chefpilot Voy – 2.Flug 22.10.1940 – Probeflug 16.11.1940 RLM Flieger Anton Riediger – an Erprobungsstelle Rechlin am 25.4.1941 Nachfliegen von Czolbe
  • D-EPFM  V4   WKN 1658   1941  2.Flug 5.2.1941
  • D-ESKL   V5   WKN 1659   1941  1.Flug 20.5.1941 – 2.7.1941 Nachfliegen Czolbe – für Voruntersuchung zu KL 151 Umbau zu viersitziger Kabine durch Verlegung des Benzintank und Einbau Y-förmige Achsschenkel.
  • D-EVNV  V6   WKN 1655   1941  1.Flug 27.8.1941 war bis 7/1943 bei Hanns Klemm Flugzeugbau abgestellt – 5.8.1943 Genehmigung von GL/F1 zur Lieferungan Ungarn – stattdessen aber als VG+PA Reiseflugzeug für RLM-Abnahmepilot Riediger von 9.10.1943 bis 4.8.1944 – dabei 7.6.1944 Notlandung bei Büdingen wegen Motorschaden – 14.8.1944 letzter Flug nach Böblingen
  • D-E???    V7 wahrscheinlich nicht mehr fertiggestellt

Die noch vorhandenen Klemm KL 107, die bei Kriegsende noch bei den Klemm-Flugzeugwerken standen, sollen von den einrückenden Franzosen zerstört worden sein. Dafür gibt es aber keinen Beweis.

Klemm KL107 D-ESKL

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1954 zwischen Ludwig Bölkow und Hansjürgen Klemm eine Wiederaufnahme der Produktion angeregt. Die erste dieser Klemm KL 107A (noch mit dem Original baugleichen Maschinen) hatte am 4. September 1956 ihren Erstflug. 1959 folgte dann die modifizierte und nun dreisitzige Klemm KL 107B in Holzbauweise mit 110 kW starkem Lycoming O-320 Motor, die von der neu gegründeten Bölkow Tochter Apparatebau Nabern GmbH in Serie (26 Stück) gefertigt wurde. Da die Rechte an Bölkow übergegangen waren, entwickelte dieser sie weiter und so kam kurze Zeit später die Kl107C auf den Markt. Diese besaß ein breiteres Fahrwerk, einen breiteren Rumpf, einen Verstellpropeller und konnte mit einer Vorrichtung zum Schleppen von Segelflugzeugen ausgerüstet werden. Es wurden bis 1961 nur 29 Stück gebaut, was seine Gründe in der veralteten Holzbauweise und der engen Kabine hatte. Um den Absatz zu verbessern wurde 1958/59 aus der 107C die Klemm KL 107D (ein noch größerer Viersitzer mit stärkerem Motor) ent- wickelt, was praktisch eine Neukonstruktion darstellte. Der Prototyp mit Lycoming Vierzylindermotor O-360A mit 132 kW hatte am 10. Oktober 1960 in Nabern seinen Erstflug und wurde im Mai 1961 erst in Bölkow F207 und dann im Juli 1961 in Bölkow Bo207 umbenannt. Noch im selben Jahr nahmen der zweite Prototyp und die erste Serienmaschine der Bo 207 am Deutschlandflug teil.                                                   (Wikipedia)

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KLemm KL107_1KLemm KL107_2KLemm KL107_3klemm-107-prospekt.jpg.2983476Klemm KL107 B 1957 (HdG)Klemm KL 107 B 1957 (HdG)

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Klemm KL 107 D-ECAD Hannover 1957 2KLemm KL 107 D-ECAD Hannover 1957

NEU  Film vom Erstflug  auf dem Flughafen Stuttgart-Echterdingen mit Hanns Klemm, seinem Sohn Hans-Jürgen und Karl Voy, der die Maschine flog, ausgestrahlt am 30.9.1956    SWR-Retro

Bölkow F207 Voy

Voy, seit dem Tod von Peter Kalkstein Chefpilot von Klemm, flog auch die Bölkow  Bo207 ein.

Bölkow F207 K.Voy 1961

 

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