Projekt E63 E64

…..Projekt eines Borderkunder

Militärflugzeuge passten wenig zum Wesen von Hanns Klemm, der aber ab 1933 diese Grundeinstellung ändern mußte, um wirtschaftlich überleben zu können

Am 7. Februar 1935 weilten Hanns Klemm und sein Leiter des Konstruktionsbüros Dip.-Ing. Friedrich Fecher im Reichsluftfahrtministeriums zu einer Besprechung mit Wolfram Freiherr von Richthofen, Leiter der Entwicklungsabteilung LC II im Technischen Amt. Sie legten Pläne für ein neues Hochleistungs-Europarundflug-Muster mit hohen Geschwindigkeitsleistungen vor, das allerdings wegen der Unsicherheit des Austragens weiterer Europa-Wettbewerbe zurückgestellt werden mußte. Statt dessen schlug von Richthofen vor, ein schnelles zweimotoriges Reiseflugzeug für vier Personen mit Blindflug- und Peileinrichtungzu projektieren und dem Amt vorzulegen. Klemm strebte jedoch zusätzlich nach Konstruktionsaufgaben für ein K-Flugzeug (Kampfflugzeug), worauf von Richthofen eine entsprechende Prüfung ansagte und ins Auge faßte, Klemm mit einem Flugzeugträger-Projekt respektive mit einem Vorentwurf hierzu zu befassen. Als von Richthofen am 24.April 1935 Klemm besuchte, kam die von Klemm gewünschte Entwicklung eines K-Flugzeuges erneut zur Sprache. Er wurde wieder mit der bevorstehenden Flugzeugträgerreihe vertröstet, erhielt jedoch die Zusage, beschleunigt zu erstellenden Verwendungsrichtlinien baldigst übermittelt zu bekommen. Bereits im Juni 1935 ging die Aufgabenstellung für einen Borderkunder bei Klemm ein. Er sollte von Flugzeugträgern aus operieren können, deren Kiellegung für Ende 1936 geplant war.

Fecher konzipierte und dimensionierte die Enwürfe nach den Bauvorschriften vom Januar 1935. Die Hauptversion als abgestrebter Hochdecker erhielt die Modellbezeichnung E63, eine alternative Abwandlung als Doppeldecker die Bezeichnung E64. Zum Musterbau der E63/E64 kam es jedoch nicht. Das Ende für die Klemm-Trägerflugzeug/Borderkunder-Projekte kam überraschend schnell. In einem Übersichtsplan der Bearbeitungsgebiete LC II/1 vom 1.Dezember 1935 für das Projekt des Mehrzwecke-Trägerflugzeuges wurden nur noch die Firmen Arado, Hamburger Flugzeugbau, Heinkel und Focke-Wulf genannt. Konkret wurde das Programm erst mit einer Ausschreibung für ein „Träger-Mehrzweckflugzeug 36“, die im Februar 1936 an zwei Firmen gegeben wurde – Fieseler und Arado. Die Maschinen AR195 und Fi167 wurden auch gebaut und erprobt, aber zum Einsatz als Trägerflugzeuge kamen Sie nie, denn es wurde kein einziger deutscher Flugzeugträger fertig.

(aus „Flugzeug Classic“ August 2007 – stark gekürzt) vollständiger Artikel

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