Warthausen

…Weltflug mit einer Klemm

Dr. phil. Friedrich Karl Freiherr Koenig von und zu Warthausen

*02. April 1906 Warthausen + 15. Dezember 1986 München

Es war die Zeit, als Charles Lindbergh mit seiner „Spirit of St. Louis“ den Atlantik überquerte. Reichspräsident Hindenburg hatte 1928 erstmals einen jährlichen Preis ausgesetzt für die beste Leistung, die mit einem Leichtflugzeug erbracht würde, den „Hindenburg-Pokal“, dotiert mit 10 000 Mark. Den wollte der junge ehrgeizige Mann, dessen Familie auf dem Schlossgut Sommershausen bei Reinstetten lebte, unbedingt haben. So beschloß er einen Flug nach Moskau. Daraus wurde schließlich eine Solo- Weltumrundung mit einer nur 20 PS starken Klemm L20-Maschine, die er 1928 für 7.500 RM von Udet in Böblingen gekauft  hatte.

Signatur eines Buches

kurze Beschreibung des Weltflugs

Am 12. August 1928 startete Friedrich Karl Freiherr Koenig von und zu Warthausen in Berlin- Tempelhof mit einer Klemm L 20 zu einem Flug nach Moskau.

Nach 16 Stunden und 1700 Kilometern zwingt ihn das Wetter 50 Kilometer vor Moskau zur Notlandung. Als er erfährt, dass sein Weltrekordflug bis Moskau nicht anerkannt wird, entschließt er sich spontan weiter zu fliegen. In Teheran wird Koenig wie ein Staatsgast herumgereicht.

Die Zeitung, der „Bote von Teheran“, beschreibt ihn als einen „leuchtenden Stern, der vom Himmel wie ein Komet hernieder ging, um das Fest des Gesandten der Niederlande zu krönen.“ Koenig erfährt hier endlich, dass er den Hindenburg-Pokal 1928 gewonnen hat. Jetzt packt ihn die Lust und die Sehnsucht weiterzufliegen – in das „Wunderland Indien“. Zwischen Isfahan und Shiras muss er seinen „Kameraden“ auf einem Hochplateau notlanden. Seine Reise um die Welt führt ihn nach Buschir und Banderabbas über den Persischen Golf nach Karatschi,von dort nach Kalkutta, wo er Mahatma Gandhi und den Dichter Tagore trifft. In Bangkok begrüßt ihn König Prajadhipok von Siam; die Kronprinzessin schenkt ihm ihre Siamkatze.

Wegen der einsetzenden Regenzeit nimmt er von Singapore aus – dorthin gelangte er auf einem zwölfstündigen Höllenritt durch den Tropenregen – einen Dampfer in Richtung Japan. Am 22. November fährt er mit einem japanischen Schiff weiter nach San Francisco.

Von dort aus fliegt er nach Los Angeles. In El Paso will Koenig nach zweitägigem Aufenthalt an einem Julimorgen um 5 Uhr wieder starten. Auf dem Weg zum Flughafen wird sein Wagen gerammt. Koenig wird aus dem Auto geschleudert und schwer verletzt. Sein Oberschenkel muss operiert werden. Nach zwei Monaten im Krankenhaus kann er seine Reise endlich fortsetzen: nach Dallas, Oklahoma City, Springfield, St. Louis. Weil er den Ehrgeiz hat, auch den Hindenburgpokal 1929 zu erringen, fliegt er rastlos von Ziel zu Ziel weiter in Richtung Detroit. Dort bleibt er wegen Unwettern acht Tage hängen. Der Pokal ist damit verloren. Koenig will unbedingt nach New York, obwohl seine Maschine sich allmählich auflöst und der tapfere Mercedes-Motor langsam den Geist aufgibt. Am 2. November erreicht er schließlich New York. Im „Quiet Birdman Club“ trifft er Charles Lindbergh, eines seiner großen Vorbilder.

Am 22.November 1929, 15 Monate nach seiner Abreise von Berlin-Tempelhof, ist er wieder daheim. Der Name des jungen Adligen ist jetzt in aller Munde. Er wird in ganz Deutschland begeistert gefeiert und von Reichspräsident Hindenburg empfangen

Route des Solo-Fluges vom 12.August 1928 – 22.November 1929

1.Berlin 2.Moskau 3.Teheran  4.Karachi  5.Kalkutta 6.Rangoon 7.Singapore 8.Tokio 9.San Francisco  10.Dallas 11.Chikago 12. New York

im Detail (Klick zur Vergrößerung)

Route

Freiherr Koenig-Warthausen startet von Berlin-Tempelhof zu einem Nonstopflug nach Moskau.

Letzte Vorbereitungen zum Flug nach Moskau

Warthausen mit seiner Klemm

Warthausen in seiner Klemm

Berlin-Tempelhof

Vollgas

Der Berg Kasbek im Kaukasus

Bohrtürme in Baku

 

Route

Elburg (Sherman)-Gerbirge nördlich von Teheran.
Begrüßung auf dem Flugplatz Teheran durch den deutschen Gesandten Graf Schulenburg
Teheran
Eine Junkers W 33 auf dem Flugplatz Teheran

 Brief an seine Frau aus Teheran 10.11.1928
Buschir aus 200 m Höhe
Landung bei Pasni, Belutschistan

Route

Start in Karachi.

Der Flug war sehr werbewirksam
Indische Grenze

Tadsch Mahal

Blick zum Mount Everest

beim Dichter Rabindranath Tagore.

Route

Der 20 PS-Motor nach der Überholung in Kalkutta. Er ruht noch im Korbsessel
Schwedagon Pagode in Rangoon.

Ankunft in Banghok

Über dem Wat Arun in Banghok

Prinz Paribatr, der mächtigste Mann von Siam, mit dem deutschen Geschäftsträger und dem Flieger

König Prajadhipok von Siam

Friedrich Karl bekam zum Abschied in Banghok im Aufrag der Kronprinzessin einen kleinen Siamkater überreicht.

Route

Der Flieger beim Präsidenten des Aeroclubs Japan, General Saichi Nagaoka. Dieser besitzt den längsten Schnurrbart Asiens.

Warthausen arbeitet an seiner Maschine (HdG)

Route

Überfahrt Yokohama – San Franzisco auf der Siberia Maru. Die dichtverpackte Klemm und ihr Pilot in der Hängematte

Ankuft in San Francisco mit seiner Katze (Klick vergrößert)

Auf dem Flughafen Sanfrancisco wird der „Kamerad“ unter dem Flügel auf den Namen „Huenefeld“ umgetauft. Kurz vorher erfuhr Warthausen vom Tod seines Freundes
Das Flugzeug mit dem neuen Namen

Warthausen mit unbekannten Personen

Warthausen mit unbekannten Personen

Capt. Royle, Flugplatz-Direktor und ehem. Kriegsflieger, bewundert die Kleinigkeit von Maschine und Motor.

Über Neu-Mexiko Begegnung mit dem Weltfahrer Graf Zeppelin.

 Zeitung EL Paso April 1929
Telegramm Ankunft NY 11.04.1929 (Klick vergrößert)

Ehrungen

Verlassen des Reichspräsidenten-Palais nach Erhalt des ersten Hindenburg-Pokals.

Das Württembergische Wirtschaftsministerium schickt dem Flieger ein Telegramm:

„Dem kühnen schwäbischen Sportflieger, der Gefahren und widrigen Geschicken trotzend den Weltflug auf seinem braven Klemm-Leichtflugzeug glücklich vollendet hat herzlichen Glückwunsch und freudiges Willkommen in der Heimat.“

Die Daimler Benz AG schenkt ihm ein Automobil, weil der Flieger „in restlosem Vertrauen auf Motor und Maschine es gewagt hat, einen solchen Flug ins Ungewisse mit einem so schwachen Flugzeug anzutreten.“

Mercedes Werbung

Deutsches Fliegerquintett v.l. Marga von Etzdorf, Thea Rasche, F.K. Koenig-Warthausen, Antonie Straßmann, Elly Beinhorn
Antonie Straßmann, F.K. Koenig-Warthausen und der Boxer Max Schmeling
mit unbekannten Personen

Berichte


Popular Mechanics Interview 1928 (Klick vergrößert)

Nach dem Weltflug empfing Hanns Klemm den Baron mit seinen Eltern:

Vater, Carl, Mutter, Dr. Hanns Klemm

Warthausen nach Weltflug 1929 Reg.Rat Biser und Klemm (Supf)
noch 1933 verlieh Hanns Klemm Warthausen die goldene Klemm-Nadel

Die von der Leichtflugzeugbau Klemm G.mb.H Böblingen angelegten Zeugnismappen würdigen den Erfolg von Freiherr Friedrich Carl von Koenig-Warthausen :

Kundenmappe Warthausen

Dr. phil. Friedrich Karl Freiherr Koenig von und zu Warthausen achtzigjährig in seiner Weltflugmaschine (Nachbau)

Warthausen zum 80.Geburtstag

Im Daimler-Museum hat der Daimler-Klemm L20-Nachbau  einen würdigen Platz gefunden

und in Motorworl Böblingen hängt ein 1 :2 Nachbau


1929-06-27 Los Angeles

1929-11-05 Ankunft in NY

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