Schlerf, Heinrich

…. flog in seiner Flugschule auch mit Klemmmaschinen

* 01.Mai 1890  Mannheim          + 10.März 1970

Heinrich Martin Schlerf wurde am 01. Mai 1890 in Mannheim geboren. Nach seiner Schulbildung erlernte er in einer Glashütte den Beruf des Industriekaufmanns. Danach erfolgten längere Auslandsau-fenthalte in verschiedenen europäischen Ländern und in Übersee. Die Krankheit seines Vaters brachte ihn schon mit 22 Jahren an die Spitze des elterlichen Unternehmens.

Am 1. Weltkrieg nahm er als Kampf- und Jagdflieger im Geschwader Richthofen teil. Im Jahre 1928 erhielt er als erster Flieger des damaligen Deutschen Reiches die Erlaubnis zur ehrenamtlichen Schulung und Ausbildung im Fliegen. Er erhielt dafür verschiedene Auszeichnungen und wurde als Luftfahrtsachverständiger in den Hauptvorstand des Deutschen Luftsportverbandes berufen.

Der Sport hatte eine bevorzugte Stellung im Leben dieses Industriellen. Von Jugend an war er begeisterter Sportler in verschiedenen Disziplinen, die er bis ins Alter ausübte. Höchste Leistung, ständige Einsatzbereitschaft und unbedingte Fairness waren auch im Leben seine hervorstechendsten Charaktereigenschaften. Die Unterstützung des Sports um die Gesundheit der Jugend zu fördern war eines seiner Hauptanliegen. Als Mitglied der olympischen Gesellschaft wirkte er im Sinne der olympischen Idee und war Träger des goldenen Reichssportabzeichens. Eine weitere Gabe, die Musik, fand bei ihm ebenfalls fruchtbaren Boden. Aber auch seine Begabung zum Zeichnen und Malen verstand er mit Geschick und Ausdauer erfolgreich zu nutzen. Durch seine eigenen Arbeiten, sein Kunstinteresse und Kunstverständnis sowie hervorragendes Urteilsvermögen wurde der Grundstock für eine umfangreiche Kunstsammlung gelegt. Für den Kunst- und Musikfreund war es aus der Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Allgemeinheit selbstverständlich, dass er helfend und unterstützend mit Rat und Tat voranging, wenn es galt, kulturelle Anliegen zu verwirklichen. Seine Konzeption war, den Menschen in kleinen Schritten über das Schöne zum Guten zu führen. Besonders am Herzen lag Heinrich Martin Schlerf die Förderung junger Künstler. Durch intensives Studium der einschlägigen Literatur war dieser feinsinnige Fabrikant aber auch über die Nöte und Sorgen der deutschen Wissenschaft und Forschung bestens unterrichtet. Forschungseinrichtungen und Hochschulen wurden auch nach seinem Tod aus seinem Vermögen unterstützt. Heinrich Martin Schlerf hatte sein Leben unter das Leistungsprinzip gestellt. Auch ist er seiner Devise „Unternehmer ist, wer etwas unternimmt“ immer treu geblieben. Aus dem Produktionsbetrieb der Bürsten- und Kleiderbügelindustrie auf der Basis des Odenwälder Rohstoffes Holz in Mannheim und seit 1920 in Wald-Michelbach wurden durch bewundernswerte unternehmerische Leistung die Reihe der Heinrich-Schlerf-Werke in Wald-Michelbach, Aschbach, Affolterbach und Wahlen aufgebaut. Es waren die Kernbetriebe der Coronet-Gruppe. Voll Stolz konnte er noch die Konsolidierung der Firmengruppe erleben. Am 10. März 1970 verstarb der Fabrikant plötzlich, kurz vor seinem 81. Geburtstag. Es war ihm ein Anliegen, dass auch nach seinem Tode Hilfe und Förderung zum Besten der Allgemeinheit in seinem Sinne weitergegeben und für die Bevölkerung des Überwaldes wirksam werden sollten. Aus diesem Grund errichtete er eine Stiftung, in die er seine Geschäftsanteile an den Werken einbrachte. Die „Heinrich-Schlerf-Stiftung“ ist heute noch segensreich tätig.

Heinrich Schlerf, wurde für seine ehrenamtlich Ausbildungstätigkeit als Leiter der Flugübungsstelle II des DLV, u.a. auch mit Klemm-Flugzeugen, der Hindenburg-Pokal 1930 verliehen.

 

 

 

 

 

 

                                                      Hindenburg-Pokal  – Ankunft Berlin-Tempelhof Schlerf 4vr –                                                            mit Pokal

 

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