Stürme über dem Montblanc (1930)

  • Melodram, Deutschland 1930 – Aafa 110 Minuten  –
  • Erstaufführung: 25.12.1930
  • Darsteller: Leni Riefenstahl (Hella Armstrong), Sepp Rist (Hannes, Wetterwart), Ernst Udet (Udet, Flieger), Mathias Wieman (Walter Petersen, Organist), Friedrich Kayßler (der Astronom)
  • Produzent: Henry R. Sokal 
  • Regie: Arnold Fanck
  • Drehbuch: Arnold Fanck Kamera: Hans Schneeberger, Richard Angst, Sepp Allgeier  Musik: Paul Dessau, Otto Firl, Edmund Meisel
  • Schnitt: Arnold Fanck

WIKIPEDIA

Inhalt

Bei tobendem Sturm wird ein Meteorologe aus der zerstörten Wetterwarte des Montblanc von dem Mädchen gerettet, auf dessen Liebe er zugunsten seines Freundes verzichtet hatte. Die Eindringlich­keit der Naturpanoramen verklärt die belanglose Handlung des Bergdramas, das wegen seines heroi­schen Pathos den Intentionen der NS-Kulturpolitik besonders entgegenkam. (Alternativtitel: Der Wetterwart des Montblanc“, „Über den Wolken“)“

Aus „Udet eines Mannes Leben“

Anfang März 1930 startete Udet mit einer für die Filmaufnahmen gecharteten neuen Klemm L 25aI (D-1450), einem zweisitzigen, offenen Tiefdecker, von Stuttgart-Böblingen nach St.Moritz. In den Alpen entstand eine neuer Dr.Fanck-Film mit Udet: Stürme über dem Mont Blanc.

Eine Filmszene verlangte eine Flugzeuglandung auf einem Gletscher des Montblanc. Die Darsteller waren laut Drehbuch dort abgeschnitten und warteten auf ihre Rettung. Fast viertausend Meter hoch lag der Landeplatz. Darsteller und Kameraleute waren auf Skiern in der schneidenden Kälte zu der einsa­men Durpius-Hütte aufgestiegen. Sie warteten vier Tage, denn das Wetter war neblig, und Udet konnte von seinem Platz im Tal nicht starten. Am vierten Tag endlich brach die Sonne für krurze Zeit durch den Nebel. Würde Udet die Landung auf dem Gletscher heute wagen? Stunde um Stunde verging. Schon stieg aus den Tälern wieder der Nebel hoch. Da hörten sie das Motorengeräusch. Die Filmleute stapften so schnell es ging zu ihren Kameras. Dann tauchte die Maschine auf. Wäh­ren der Film Meter um Meter absurrte, senkte sich die Klemm auf den Gletscher. Die Kufen wirbel­ten den Schnee hoch. Die Kameraleute drehren mit klopfendem Herzen. Kaum war Udet aus dem Sitz der Maschine geklettert, als der Nebel dick und milchig heranwehte. Eine Stunde lang hofften sie auf besseres Wetter. Aber immer stärker wurde der Nebel, immer schattenhafter der Umriß der Maschine, die wieder starten mußte. Niemand sagte etwas, als Udet den Propeller anwarf und in den Sitze kletterte. Dann tauchte die Klemm in den dicken, stippigen Nebel hinein. Die Kameramänner filmten auch jetzt. Dann horchten sie auf das Geräusch des Motors, das imme leiser wurde. Als die Filmleute am Tag darauf wieder in ihr Hotel in Chamonix am Fuße des Montblancs zurückkehrten, erfuhren sie, daß Udet glücklich gelandet und schon wieder nach Berlin geflogen sei.

Ernst Udet

Flugszenen im Film  wurden mit einer  Klemm 25aI (D-1450) gedreht

Klemm L25 auf dem Gletscher

Stürme über dem Mont Blanc 1930

Filmkurier Nr 154

Filmwelt 1930 Nr.52

Klemm L25

Klemm L25

Der komplette Film auf  youtube

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